NEWS (neueste/wichtigste Meldungen oben, der Rest ist eingeordnet)
 

 

 

  Nachdem man auch bei den Bahnhofsgebäuden in den letzten Jahren sehr "auf Verschleiß gefahren ist", will man sich nun auch im Schwarzwald von "heruntergewirtschafteten" Gebäuden trennen und die Sanierungskosten (natürlich mit ausdrücklichem Yes! unseres herausragenden Bundestagsabgeordneten!) auf die Allgemeinheit abwälzen. Zum Verkauf stehen aktuell die Bahnhöfe in St. Georgen und Triberg. Wer sich gerne einen Zweitwohnsitz an der Schwarzwaldbahn zulegen möchte, klicke bitte hier. :-)

 

 

  Ende April haben die ersten Arbeiten für den geplanten Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad begonnen. Am Bahnhof in Triberg sind beispielsweise mehrere Bauarbeiter damit beschäftigt, das erst im letzten Jahr begrünte und mit Fahnenmasten versehene Fleckchen wieder aufzureißen - am Bahnübergang in Nußbach wurde unterdessen der erste Bagger für die hier geplante Station "Technik&Spiel" angeliefert. Nachdem sich die (Auf-)Backshops schon wie ein Krebsgeschwür an der Schwarzwaldbahn ausgebreitet haben, soll nun auch am Triberger Bahnhof eine Filiale eingerichtet werden. Den alten Pächter, der das Kiosk seit Jahren (mit Herzblut und Liebe!) betrieb, hat man unterdessen vor die Tür gesetzt. Es soll nun ein Umbau erfolgen, nachdem neben dem Backshop auch eine Art Erlebnispfadinformationsgedöns samt Souvenirverkauf eröffnet werden soll. Mal sehen wie lange es dauert bis man merkt, daß der Bahnhof in Triberg "etwas weg vom Schuß ist" und man von ein paar verkauften Stullen nicht leben kann - Die touristenlose Zeit kann verdammt lang sein!  Mehr Infos in einem Zeitungsartikel vom Südkurier.

 

 

 

Regionalverkehr
 

  Die Freiburger 146 228 ist seit Ende Januar 2012 wieder im Einsatz. Zuvor war sie mehrere Wochen zur Behandlung im DB-Werk in Dessau. Als Grund wird ihr unruhiges Laufverhalten genannt - mehrere Reparaturversuche (auch beim Hersteller) blieben erfolglos, sodaß man die zulässige Höchstgeschwindigkeit schon vor längerer Zeit auf 120 km/h herabgesetzt und sie nur noch im Höllental eingsetzt hat. Der Steuerwagen, welcher Ende Januar 2012 bei einem Bahnübergangsunfall beschädigt wurde, befindet sich unterdessen im Wagenwerk Wittenberge und wird dort im Laufe des Jahres repariert. Aus diesem Grund gibt es aktuell ab und an Regionalzüge in der Konfiguration Lok-Wagen-Lok.

 

  Am 11. Dezember 2011 feierte "Die neue Schwarzwaldbahn" ihr fünfjähriges Jubiläum. Seit 2006 fahren die modernen Doppelstockwagen (mindestens) im Stundentakt zwischen Karlsruhe und Konstanz und erfreuen sich großer Beliebtheit - um weit über 30% sind die Passagierzahlen seit dem Betriebsstart gestiegen. Das Land Baden-Württemberg hat unterdessen angekündigt, den Betrieb ab 2016 erneut auszuschreiben. Da das Leistungsvolumen mit über 6 Mio. Kilometern pro Jahr einen enormer Brocken darstellt, dürfte sich die Anzahl der Bieter im seehr überschaubaren Rahmen halten. Je nachdem, wie man die Vorankündigung liest, könnte man meinen, daß es künftig neben Zügen Konstanz-Karlsruhe auch direkte RE-Verbindungen von Basel in die badische Residenz geben wird. Hoffen wir mal, daß das Land auch künftig bestimmte Servicemerkmale vorschreibt, die maßgeblich zum Erfolg der Schwarzwaldbahn beigetragen haben (örtlich besetzte Fahrkartenschalter, Catering im Zug, Onboardfahrkartenverkauf,...).

 

  Auch im aktuellen Fahrplan dieselt eine Ulmer 218 planmäßig an Sa+So auf der hinteren Höllentalbahn, gefahren wird folgender Umlauf, wobei die 218 von Donaueschingen nach Neustadt zieht.    Ulm - IRE 3220 - Neustadt - RE 22304 - Rottweil - RE 22311 - Neustadt - IRE 3215 - Ulm.

 






Güterverkehr (Fahrzeiten):
 

  Die Bedienung des Kunden in Kirnbach von Hausach aus wurde zum Jahresende 2011 bereits gestrichen. Grund hierfür waren Mängel an der örtlichen Weiche, deren Beseitigung niemand zahlen wollte. Da die Bedienung sowieso nur noch sehr sporadisch erfolgte, legte man den Anschluß ratzfatz still.

 

  Der Kieszug ist seit Mitte März wieder im Einsatz und dreht seine Runden zur gewohnten Zeit: Di+Do beladen bergwärts. Die leeren Wagen gehen an Mo+Mi mit der Villinger Übergabe ins Tal. Die Fahrzeiten. Recht konstant befährt übrigens ein leerer Kohlezug (mechanische Fals) von Singen nach Oberhausen (-Nordseehäfen) die Schwarzwaldbahn - in der Regel montags oder dienstags kann das gute Teil gesichtet werden: Die Fahrzeiten variieren (Richtwert: Triberg 10-13 Uhr).  

 

  In Schwenningen steht die Sanierung der Industriegleise im Bereich Rammelswiesen an. Rammelswiesen? Richtig, hier befindet sich das Esso-Tanklager, welches Ziel des Ölzugs aus Karlsruhe ist. Obwohl die Kostenfrage klar ist und die Stadt Villingen-Schwenningen in der Pflicht steht, meinten einige unverbesserliche Stadträte, sie müssten die Sanierung torpedieren und zigtausend Liter Gefahrgut auf die Straße verlagern, bzw. im schlimmsten Fall die Schließung des Tanklagers provozieren. Anfang 2012 kam mit einem Zuschußbescheid aus Stuttgart dann die Wende, wenig später wurden die Arbeiten öffentlich ausgeschrieben. Laut der Ausschreibung soll die Sanierung bereits im April 2012 starten. Mehr Infos beim Schwabo und beim Südkurier.

 

  Nach dem Abzug 800 französischer Soldaten Anfang 2011 hat sich die Zahl der Militärzüge deutlich verringert. Waren früher mehrere Züge pro Monat unterwegs um Soldaten zum Manöver zu bringen, so ist in letzter Zeit tote Hose - selbst im September/Oktober, wo früher gerne ein Duzend Züge talwärts fuhren, war tote Hose. Durch die geplante Schließung der Kaserne in Immendingen wird sich der Trend wohl weiter fortsetzen und die Zahl der gefahrenen Züge gen Null tendieren.

 

 

 


 

 


Fernverkehr
 

  Wildern wir etwas in fremden Revieren - heute mal eine Meldung von der Gäubahn: Seit dem Fahrplanwechsel werden einige IC zwischen Stuttgart und Singen mit 115 und 181 gefahren:

 

Donnerstags:   IC 285 mit Baureihe 115

Freitags:      IC 282-187-182 mit Baureihe 115

               IC 181-280-281-180 mit Baureihe 181

Samstags:      IC 281-180 mit Baureihe 115

Sonntags:      IC 181-280-281-180-187-182 mit Baureihe 115

  

 

 

  Anfang April 2012 hat man die Wagenreihung bei den Wochenend-IC wieder geändert. Bislang fuhr der IC 2005 samstags ohne Steuerwagen bergwärts, was in Konstanz und Singen umfangreiche Rangiermanöver nötig machten. Nun hat man offenbar ein paar IR-Steuerwagen ausgegraben, sodaß auch die IC 2005 (Sa) und 2004 (So) als Wendezüge gefahren weden können. Bergwärts führt die Lok, auf der Talfahrt der Steuerwagen.

 


 

 

 

 



Sonstiges

 

  Zwischen Triberg und St. Georgen fanden in den letzten Wochen Hangsicherungsarbeiten statt. Einen ausführlichen Zeitungsbericht vom geschätzten Kollegen Paßlick findet ihr hier.