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SCHNELLZUG 770/771 „SCHWARZWALD“


In meinen Unterlagen taucht dieser Zug das erste mal 1975 als Tagesschnellzug 774/775 Seebrugg-Kiel auf. Bemerkenswert ist, daß der Zug nicht über Hamburg fuhr, sondern ab Hannover über Lüneburg-Ratzeburg-Lübeck-Eutin nach Kiel lief.

1979/80

Dieses Zugpaar schien nicht besonders gut frequentiert gewesen zu sein, so daß es als D 770/771 bereits wenige Jahre später vom deutsch-schweizer Grenzbahnhof "Basel Badischer Bahnhof" nach Hamburg-Altona gefahren wurde und Kurswagen aus Seebrugg und Konstanz, die mit dem E 2370 und E 2270 nach Freiburg, bzw. Offenburg befördert wurden, besaß. Ebenso waren dem Zug Liegewagen aus Cerbere angehängt.
 
 
1984/85
Offensichtlich schien auch diese Änderung keine Besserung gebracht zu haben und so fand man den Schnellzug mit einem teilweise neuen Laufweg vor: Konstanz-Hamburg. Und hierhin paßte er vom Namen her doch besser als nach Basel. Vml. wurde der Zug zwischen Hamburg und Frankfurt von einer 103 gezogen, weiter dann mit 110 bis Offenburg und von dort weiter mit zwei 139 (Nachschub).


Die Zubildung wird hier anhand des D 770 gezeigt:

 

Wagen

Von

Bis

Aus / In Übergabe

Bm, ABm

Konstanz

Bielefeld

D 870/871

4 Bm, Avmz, Dm

Konstanz

Hamburg

 

ABm, Bm

Seebrugg

Hamburg

E 2770/2771

 
 

1987/88
Dies blieb auch für drei Jahre so, bis eine langjährige Forderung der IHK erfüllt wurde. Der Zug wurde in FD 1970/1971 (intern immer noch als 770/771) umgewandelt und fuhr ohne den Zusatz „Expreß“. Das Kuriose war, daß von Hamburg bis Konstanz ein und dieselbe Lok (BR 111 aus Ffm) am Zughacken war (=> 940 km; dies dürfte wohl eine der längsten Leistungen einer 111 gewesen sein). Dies war nur aus folgendem Grund möglich: Die Deutsche Bundesbahn hatte wohl das Verlangen, an diesem Zug alle möglichen Variationen auszuprobieren. Außer den zahlreichen Laufwegsvariationen hat man sich beim FD 1970/1971 entschlossen, das Kopf-Machen in Frankfurt (Main) Hauptbahnhof wegfallen zu lassen. Stattdessen fuhr der Zug den ansonsten von Tagesfernzügen gemiedenen Bf Frankfurt(Main) Süd an. Dadurch gewann man ca. 15 Minuten Wendezeit. Weiterhin entschloß man sich 1987, die Höchstgeschwindigkeit nördlich Offenburg von 140 km/h (BR 110) auf 160 km/h zu erhöhen. Daß dies mit den 110 nicht möglich war, ist klar und so setzte man die bisher nur in München beheimatete relativ neue 160 km/h schnelle BR 111 ein. Dieser Einsatz stellte dann auch den ersten Kontakt der Schwarzwaldbahn mit den neuen Loks dar, die später einmal für fast 10 Jahre das gesamte Betriebsgeschehen entscheidend beeinflussen sollten!
 
 
1988
Auch der "neue" Laufweg Hamburg-Konstanz schien sich auch nicht besser bewährt zu haben als die alten, denn die Fahrzeiten (Konstanz ab 8:00 Uhr / an 18:00 Uhr HH an) wurden offenbar nicht besonders angenommen und der Zug  fuhr als FD 1970/1971  wieder ab Seebrugg
und hatte Kurswagen ab/bis Konstanz. (mit
FD 1902/1903). Zudem wurde wieder Frankfurt Hbf angefahren. Dort  war wieder Lokwechsel von 103 auf 110 vorgesehen. Die 110 zog den Zug bis Karlsruhe, von wo aus er mit einer 111 (vom FD 1902) weiterfuhr. Außerdem war durch die neuen D und IR nach Kassel, später dann sogar bis Hamburg, ein FD nach Hamburg überflüssig. Trotzdem gab es noch eine Zeit lang Kurswagen mit FD "Bodensee".
 
 
Anfang der Neunziger wurde ein IR der Linie Norddeich-Heidelberg bis Seebrugg verlängert und erhielt den Namen "Höllental"; gleichzeitig fiel der Zugname "Schwarzwald" weg, bis er 1997 wiederentdeckt wurde und seither dem IR 2477/2478  Hamburg/Hannover-Konstanz als Titel dient. Von 2002 Bis Ende 2005 fuhren die Züge IC 2274/2275 Konstanz-Kassel/Hannover-Konstanz unter dem Namen "Schwarzwald", ehe man diese Züge einstellte und das übrig gebliebene IC-Paar auf "Schwarzwald" taufte. Nachdem man 2014 dann auch diesen Zug einstellte, gab es zwei Jahre lang keinen "Schwarzwald" mehr. Seit Ende 2016 darf sich der Wochenend-IC 2004-2006 wieder "Schwarzwald" nennen.

 
 
Wagenabkürzungen hier.