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NEWS (neueste/wichtigste Meldungen oben, der Rest ist eingeordnet)
 

 

Nachdem im Oktober die Strecke zwischen Villingen und Donaueschingen gesperrt war (es wurde u.a. an der bekannten Feuchtstelle gearbeitet), ist seit Anfang November die Bergstrecke dran. Zwischen Hausach und Villingen fahren SEV-Busse, deren Fahrzeiten mit rekordverdächtigen fünf Tagen Vorlauf(!) in die Fahrplanauskunft eingepflegt wurden. Es finden u.a. Arbeiten an den Tunnels statt. 

 

 

Regionalverkehr

 

In den Untiefen des neuen Fahrplans ist erstmals seit Jahren wieder ein "Radlzug" enthalten. Rund um Ostern sowie rund um dem 1. Mai 2027 fährt die SVG einen Ausflugszug von Karlsruhe nach Konstanz und retour (Triberg grob 9 Uhr / 19 Uhr) - ich würde mal spontan auf den Einsatz von n-Wagen tippen. :-)

 

Es war Sommer, es war heißt und es passierte, was jedes Jahr passiert: Unsere geliebten Doppelstockwagen machten wieder richtig Lärm, sodaß die Züge teils schon kilometerweit zu hören sind. Und mal wieder fahren Züge verkürzt. Neu ist in diesem Jahr, daß vier talwärts fahrende Züge (4712, 4712, 4726, 4730) b.a.w. zwischen St. Georgen und der ÜSt Schloßberg im Gleiswechselbetrieb fahren sollen. Da die Spurkranzschmierung der Steuerwagen offenbar deutlich besser als die der Lokomotiven funktioniert, hofft man so die Schmierung des Berggleises zu verbessern. Kurioserweise sind in den letzten Wochen mehrfach Güterzüge auf der Rampe liegen geblieben - ein Schelm, wer die Schmierung damit in Zusammenhang bringt... :-)

Ach ja, da natürlich mal wieder Waggons fehlen, fährt DB Regio seit Mitte August einen Plantag im Schwarzwald mit DesiroHC aus dem Rheintalnetz: 4705-4716-4725-4730. Bemerkenswert bei den letzten beiden Zügen ist, daß die Züge in Radolfzell anstatt Konstanz enden/beginnen. Dies dürfte vermutlich pausentechnische Gründe haben (nicht alle Lokführer auf der Schwarzwaldbahn sind auf den Desiros ausgebildet).  (gilt während der Vollsperrung im November natürlich nicht)

 

 Nachdem es ursprünglich hieß, daß auf der Schwarzwaldbahn ab 2026 Neufahrzeuge Einzug halten sollen, hat man wohl gemerkt, daß eine komplette Neuausschreibung inklussive Fahrzeugen in der kurzen Zeit bis dahin nicht realisierbar und außerdem noch nicht ganz günstig ist. Wie es aus dem Verkehrsministerium heißt, dürfen unsere bequemen Dostos nun noch bis maximal Dezember 2032 ihre Runden durch den Schwarzwald drehen. Sowohl BahnReport wie auch der Südkurier berichteten unterdessen, daß für die Zeit nach 2032 (der aktuelle Vertrag ist aber wohl auch schon auf 2029 kündbar) der Einsatz von einstöckigen(!!!) GEBRAUCHTEN(!!!) Fahrzeugen im Schwarzwald geplant sei (also quasi irgend ein abgeranzter Schrott aus den Stuttgarter Netzen, die dort mangels ETCS-Umrüstung dort nicht mehr fahren können). Die Anzahl der Sitzplätze soll zwar nicht sinken, aber es ist zu befürchten, daß die Fahrradbeförderung künftig "eher so semi" sein wird (sogar der "DB-Chef-vor-Ort" gibt zu, daß die Dosten aus Bikersicht das non-plus-ultra wären). Die DB hat für die kommende Ausschreibung, die Mitte 2026 starten soll, ihren Hut bereits in den Ring geworfen.  Quelle Verlängerung Verkehrsvertrag.

Kommentar:  Die Verlängerung des Verkehrsvertrags ist eine weise Entscheidung! Wer die "neuen" bwegt-Züge kennt, weiß, daß dies ein riesiger Rückschritt wäre: Harte&unbequeme Sitze, enge Bestuhlung, minimale 1. Klasse - das braucht kein Mensch bei Reisezeiten von bis zu drei Stunden. Dosten sind im Prinzip die komfortabelsten Wagen, die im deutschen Regionalverkehr unterwes sind. Wenn man es nun schhaffen würde, die verranzten Freiburger Wagen im Rahmen eines Refit wieder in einen ansehnlichen Zustand zu bringen (innen wie außen!), wäre alles gut. Was den Plan betrifft, ab 2030 wieder auf einstöckige Fahrzeuge zu setzen, kratzt sich der interessierte Fahrgast doch am Kopf. Welchen Grund hatte es wohl, daß man 2006 auf Doppelstöcker setzte? Und liebe Leute im Stuttgarter Kessel, schauts euch doch mal an, was ihr im Höllental mit dem Rückschritt auf einstöckige Fahrzeuge angerichtet habt. Brauchen wir im Schwarzwald ein Netz 9a 2.0???

 

 



Güterverkehr
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Während der Sperrung Anfang November entfallen wohl sowohl Kies- wie auch Ölzug. Früher schickte man die Züge noch über die Gäubahn...

 

DB Cargo hat, wie schon seit längerem zu befürchten war, den Rotstift im Schwarzwald angesetzt. Die Villinger Übergabe verliert zwei Verkehrstage und fährt künftig nur noch an Mo, Mi und Do (bislang Mo-Fr). Im Villinger Rangierdienst wird es keine Spätschicht mehr geben, sodaß die Kesselwagen aus Schwenningen seit September frühmorgens abgeholt werden.  Die Fahrzeiten werden bei Gelegenheit eingepflegt. Und wer noch die eine oder andere Aufnahme einer V90 around Villingen anfertigen will, sollte sich tunlichst beeilen - es kursieren Gerüchte... :-)

 

Der Kieszug wird in diesem Jahr von der blauen 187 932 gezogen. Er verkehrt neu frühmorgens an Mi+Fr bergwärts, talwärts geht es umgehend nach der Entladung (also am späten Vormittag als verspäteter 91202). Aber nicht wundern - die SWEG ist, was Fahrzeiten anbelangt,  "recht flexibel unterwegs" (zu deutsch: es wird gefahren, wenns paßt). Die Planfahrzeiten gibt es hier.

 

  Die letzten Wochen zeigte sich regelmäßig donnerstags ein neuer privater Güterzug auf der Schwarzwaldbahn. Gegen 17 Uhr durchfährt ein Vectron mit leeren Flachwagen Triberg gen Offenburg (mit Ziel Oberhausen). Der volle Gegenzug (Ladegut Alugedöns) verkehrt übers Gäu. Aktuell laufen die Züge als Sonderleistung - mal sehen, ob vielleicht mehr daraus wird.

 

  Am 18.07.25 wurde der Ölzug nach Rammelswiesen (das Foto zeigt den Zug noch mit DB-Lok) auf dem E-Abschnitt von Karlsruhe nach Villingen probeweise erstmals nicht von DB Cargo, sondern vom Privatunternehmen "Bahn PT" aus Horb gefahren. Eingesetzt wurde die firmeneigene und sonst mit dem Knielinger Kokszug beschäftigte ehemalige Cargo-Lok 145 016, die zwischenzeitlich dank Folierung zur Schwarzwaldmarie mutierte. Den Verschub nach Rammelswiese erledigte Cargo selbst mit ihrer V90. Eine Woche später setzte Bahn PT dann die blaue 151 039 ein. Anfang September übernahm Bahn PT dann bis auf Weiteres den Kesselzug als Subunternehmer, eingesetzt werden weiterhin wahlweise 145 016, 045 oder 151 039.

 

  Vor rund zwanzig Jahren wurde in Neustadt der Gleisanschluß der örtlichen Papierfabrik wiedereröffnet. Seither wurde der Anschluß drei Mal pro Woche mit einer V90 von Villingen aus bedient. 2025 ist nun damit Schluß, die Abholung der letzten Wagen fand Ende Juni statt. Für die Villinger Übergabe bedeutet dies, daß sie in Zukunft noch kürzer wird - mal schauen, wie lange Cargo das Spiel noch spielt...

 

  Seit Frühling 2024 wird der Anschluß Scholz in Klengen (bei Villingen) nicht mehr bedient.

 

 

 


Fernverkehr
 

  Am 28. März 2026 befuhr mit 408 022 erstmals seit viereinhalb Monaten wieder ein ICE die Schwarzwaldbahn. Es gibt nun das neue Zugpaar 902/903, welches von Köln aus über die Neubaustrecke fährt. Mit dem Spaß ist aber ab Fahrplanwechsel 26/27 schon wieder Schluß - 2027 wird es keinen Fernverkehr im Schwarzwald mehr geben. Die DB begründet dies mit den anstehenenden umfangreichen Bauarbeiten, böse Zungen schieben die Schuld aber auch auf die chronisch klamme DB Fernverkehr. Die letzte Bergfahrt ist als 903 für den 05.12.26 geplant, zurück geht es am darauffolgenden Sonntag als ICE 902.

 

 

 

 Sonstiges

 

Seit Mitte September finden nahe der ÜSt Schloßberg Hangsicherungsarbeiten statt. Aus diesem Grund ist die Strecke zwischen Triberg und Hornberg nur eingleisig befahrbar. Solange alles planmäßig läuft, merkt der Reisende nichts von...

 

  Schon mal für die Langfristplanung: Im Jahr 2027 plant die DB, die Schwarzwaldbahn ein halbes Jahr lang zu unterbrechen. Zwischen Juli und September soll zwischen Offenburg und Engen gebaut werden (immerhin 100km), den Rest des Jahres ist dann der Hattinger Tunnel dran, sodaß die Züge dann in Engen und Immendingen enden werden. Das ganze nennt sich dann wohl "regionale Korridorsanierung" - man könnte auch meinen, daß die Bahn am Nichtfahren mehr Spaß hat als an planmäßigem Verkehr...

 

  Am 28. August 2025 jährte sich der Beginn des elektrischen Zugbetriebs auf der Schwarzwald-Bergstrecke zum 50sten Male. Hobbykollege Andreas hat dem Anlaß entsprechend einen tollen Beitrag auf DSO veröffentlicht, auch der Schwarzwälder Bote hat sich dem Thema gewidmet.

 

 Anfang März 2024 hat DB InfroGO die Planungsleistungen für ein Digitales Stellwerk Schwarzwald ausgeschrieben. Ersetzt werden sollen in einer ersten Ausbaustufe die Stellwerke in Hornberg, Triberg, St. Georgen und Donaueschingen (alle SpDrS/L). "Durch den schlechten Zustand der brüchigen Adern kann es jederzeit zu Kurzschlüssen in den Adern kommen und somit zu Stellwerksausfällen führen. Das bedeutet ein enormes Risiko für den Betriebsablauf", meint zumindest InfraGo. Außerdem sollen natürlich auch die Einheitsstellwerke in Villingen ersetzt werden. In einer weiteren Ausbaustufe würde man gerne weitere Stw von Hausach bis Sigmaringen aufschalten. Die Bedienplätze sind in einem neu zu errichtenden BSO in Villingen vorgesehen.

 

  Im August 2024 unterschrieben die Stadt Hausach und die DB eine Plaungsvereinbarung für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs. Die Bahnsteige sollen auf 55 cm angehoben werden, außerdem ist der Einbau von zwei Aufzügen geplant.